Arbeiter der neuen Arbeitswelt, vereinigt euch!

“Co-Working Spaces”, also Büros, in denen Freiberufler sich einen Schreibtisch mieten können, um der Einsamkeit des Heimbüros zu entgehen, sind seit längerem ein begehrtes Modell in Großstädten. Das Projekt “Palast der Produktion” in Bremen-Blumenthal tritt in diese Fußstapfen, erweitert das Konzept allerdings zu einem interaktiven Experiment für Menschen unterschiedlicher Professionen. Eine Bewerbung zur Teilnahme ist noch bis zum 30. April möglich.

“Selbständige und Selbstausbeutende, Künstler_innen und Kreativarbeiter_innen, Proletarier_innen und Prekäre unserer neuen Arbeitswelt, vereinigt euch!” lautet der fast schon kämpferisch klingende Leitspruch des Palast der Produktion, der vom 15. Juni bis zum 15. Juli 2012 auf dem über 4.500 Quadratmeter großen Areal einer ehemaligen Wollkämmerei in Bremen stattfinden wird.

Die Ausschreibung richtet sich an Bremer und Bremerinnen sowie Interessierte aller Nationen, die das historische Gebäude für einen Monat lang in ein Laboratorium zur Erprobung kollektiver Arbeitsformen und neuer Produktionsweisen verwandeln möchten. Künstler und Kreativer aller Sparten bekommen hier die Möglichkeit, ihre Arbeitsweisen und Produkte einem größeren Publikum zu präsentieren.

Parallel dazu lädt die “Produktpalette” zu Diskussionsrunden über den Wandel der Arbeitswelt ein, darunter auch die Veranstaltung “Selbstsorge im Echtleben” am 15. Juni, bei der Katja Kullmann (Autorin von “Echtleben”) und Sabine Flick (Soziologin) hinter die Kulissen des Traums vom selbstbestimmten Arbeiten blicken. Eine “Palastbesichtigung” ist bereits vorab am Dienstag, 1. Mai möglich.

Eine Bewerbung für die kostenlose Teilnahme ist noch bis zum 30. April möglich. Das Bewerbungsformular und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Palast der Produktion.

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