Architekturmodelle: Fetisch in Miniatur

Haus am Checkpoint Charlie, Berlin, 1987-1990, Modell ca. 1987 Architekt: OMA (Office for Metropolitan Architecture), Rotterdam Modellbau: Dirk Alten © DAM, Foto: Hagen Stier

Ob das Projekt letztendlich verwirklicht wird oder nicht: Bevor ein neues Gebäude gebaut wird, entwerfen Architekten zunächst ein Modell. Wie sich diese seit den 1920ern verändert haben, zeigt die Ausstellung “Das Architekturmodell – Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie“, die ab dem 25. Mai im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main zu sehen ist.

Über alle Etagen des Museums erstreckt sich die Präsentation der rund 300 Modelle, die zu einem Drittel aus der hauseigenen Sammlung, zu zwei Drittel aus Leihgaben bestehen. Zu den Höhepunkten zählen dabei die Statik-Hängemodelle von Frei Otto sowie zwei jeweils zwölf Quadratmeter große Modelle von Rem Koolhaas, die dieser im Zuge der städtebaulichen Planung in Paris La Villette (1983) und Melun-Sénart (1987) entwarf.

Auch die weiteren Exponate, die aus unterschiedlichen Materialien wie Holz, Karton, Wachs, Kunststoff und Styropor bestehen, lesen sich wie ein Who-is-Who der internationalen Architektur-Szene: Gottfried Böhm, Norman Foster, Mies van der Rohe, Peter Zumthor und Makoto Sei Watanabe sind mit Modellen vertreten, die die Leidenschaft für außergewöhnliche Baustrukturen zum Ausdruck bringen. Auch aktuelle Namen wie Herzog & de Meuron, Axel Schultes und Charlotte Frank oder Richard Serra finden sich auf der Liste.

Die Ausstellung “Das Architekturmodell – Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie” ist vom 25. Mai bis zum 16. September im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt/Main zu sehen. Geöffnet ist Dienstag, Donnerstag und Samstag von 11 bis 18 Uhr, Sonntag von 11 bis 19 Uhr und Mittwoch von 11 bis 20 Uhr.

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