ARCOmadrid: Gute Laune trotz Krise

Tomás Saraceno bei Andersen

Die Galerie Andersen’s aus Copenhagen zeigt auf der ARCOmadrid unter anderem einige der neuen Arbeiten aus dem neuen Projekt des Künstlers Tomás Saraceno, dessen fulminante Ausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin noch bis zum 19. Februar zu sehen ist.

Als ehemaliger Student der Kunst und Architektur interessiert sich der Argentinier besonders für die architektonische Struktur der Seifenblasen und die Spinnennetzbildung. Er hat eine 3D-Grafik aus 14 Billionen Bestandteilen (stratucumulus 6) entwickelt; daneben ist ein echtes Spinnennetz zu sehen.

Tomás Saraceno / Foto: Elena Sansigre

Saraceno präsentiert am 18. Februar sein neues Buch auf der Messe, die auf ihrer 31. Ausgabe mehr Veranstaltungen als üblich organisiert hat. Scot Surdez, Mitarbeiter der dänischen Galerie hebt die gute Stimmung auf der ARCO hervor und freut sich über die Möglichkeit, das Jahr auf einer relativ großen und wichtigen Messe zu beginnen.

Auch Zoe Sperling von der Londoner-Berliner Blain Southern hat nur positives von der Messe zu berichten. Die Galerie nimmt zum zweiten Mal an der ARCO teil. Sammler und Besucher haben sich besonders für die großformatigen Bilder von Wim Wenders und für die Gemälde des rumänischen Künstlers Marius Bercea interessiert.

Sperling betrachtet die ARCO als einen wichtigen Termin, da hier vor allem viele spanische und lateinamerikanische Sammler zugegen sind, die die anderen europäischen Messen nicht besuchen. Auch wenn die gesellschaftliche und wirtschaftliche Krise des Landes wie ein Schatten über der Messe liegt  – die spanischen Stände zeigen auffallend viel Kunst die Demos, Arbeitslosigkeit und Finanzkrise thematisieren – wirken viele Galerien besonders optimistisch.

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