Atelier von Joseph Beuys öffentlich zugänglich

Das Atelier von Joseph Beuys im Friedrich-Wilhelm-Bad Photographie von Fritz Getlinger, 1958, © VG Bild-Kunst, Bonn, für Joseph Beuys

Das Museum Kurhaus Kleve hat umgebaut und ist ab sofort um eine besondere Attraktion reicher: Die Räumlichkeiten beherbergen das Atelier von Joseph Beuys, in dem dieser zwischen 1957 und 1964 arbeitete. Ab dem 9. September ist es für die Öffentlichkeit zugänglich.

Nach der Auflösung von Wohnung und Arbeitsplatz des Künstlers am Düsseldorfer Drakeplatz sind die Räume im Friedrich-Wilhelm-Bad, abgesehen von der Kunstakademie Düsseldorf, die letzte authentische Wirkungsstätte von Joseph Beuys, die in Nordrhein-Westfalen überhaupt noch existiert und öffentlich zugänglich ist.

Im Lebens- und Werklauf von Joseph Beuys spielt das Atelier im alten Klever Kurhaus eine zentrale Rolle. Beuys mietete die Räume 1957 an und gab sie erst 1964 endgültig auf. In diese acht Jahre fallen mehrere bedeutende Ereignisse: die Erholung von einer tiefen Krise nach dem Studium bei Ewald Mataré, die Realisierung des „Büdericher Ehrenmals“ (1958-59) und die erfolgreiche Bewerbung um eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie (1961). Nicht zuletzt gelangte Beuys während seiner Zeit im Klever Atelier zu einer neuen Auffassung von Form und Material und entwickelte er die Grundlagen des „Erweiterten Kunstbegriffs“, mit dem er Weltgeltung erlangte.

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