Berlin bekommt Museum für moderne Kunst

Gemäldegalerie, Eingang Sigismundstraße Kulturforum, Berlin-Tiergarten © Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Maximilian Meisse

Überraschend hat der Haushaltsausschuss des Bundes am Dienstag entschieden, der Berliner Gemäldegalerie weitere zehn Millionen für den Umbau zu genehmigen, berichtet die Berliner Morgenpost an diesem Mittwoch. Verknüpft ist dieser Beschluss mit der Auflage, dass die renommierte Sammlung Pietzsch in die Dauerausstellung aufgenommen wird.

Die Debatte um das schmerzhafte Fehlen eines Museums für Gegenwartskunst in Berlin ist noch lange nicht verstummt. Umso freudiger ist die Nachricht, dass die Museumslandschaft der Hauptstadt womöglich schon bald durch eine herausragende Präsentation moderner und zeitgenössischer Kunst bereichert wird. Ob die 150 Werke aus der Kunstsammlung des Ehepaars Pietzsch demnächst öffentlich in der umgebauten Gemäldegalerie zugänglich ist, wird das Parlament an diesem Donnerstag entscheiden.

Das Ehepaar Ulla und Heiner Pietzsch hatte Ende 2010 einen Schenkungsvertrag mit dem Land Berlin unterzeichnet. Demnach sollen die Exponate der auf 120 Millionen Euro geschätzten Sammlung nach ihrem Tod dauerhaft ausgestellt werden. Zu den Exponaten gehören Werke des Surrealismus und des Abstrakten Expressionismus, darunter Arbeiten von Max Ernst, André Breton, Jackson Pollock, Mark Rothko, Joan Miró und Salvador Dalí.

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