
Portrait John Cage / © Henning Lohner
Am 5. September wäre John Cage 100 Jahre alt geworden. Mit “Opening Spaces for Action” greift die Stiftung Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig das Schaffen des Musikers und Künstlers in einem einmaligen Ausstellungskonzept auf.
Das internationale Kunst- und Musikprojekt “Cage100” startet am 6. Juli und läuft bis Juli 2013. Im Mittelpunkt steht dabei die Ausstellung “Opening Spaces for Action”, die bis zum 30. September in Leipzig zu sehen sein wird. Sieben KünstlerInnen haben hier für Werke geschaffen, die in Anlehnung an das Werk von John Cage entstanden.
Mit der in einem offenen Arbeitsprozess konzipierten Ausstellung erarbeiten die Teilnehmer neuartige Möglichkeiten der Erfahrung von Kunst. Themen wie Autorschaft, Werkprozess, Authentizität, Präsentation und Rezeption von Kunst werden herausgefordert und hinterfragt. Die Schau wiedersagt einer von Anfangspunkt zu Endpunkt chronologisch abschreitbaren Aufstellung, indem sie durch das direkte Eingreifen der Rezipienten flexibel und variabel bleibt.
So beschäftigt sich die Soundinstallation “Al Fine II” von Cornelia Friederike Müller mit dem fast lautlosen Rhythmus, den jeder Mensch ununterbrochen in sich trägt: Dem Herzschlag. Tempo und Lautstärke des Herzschlags sind besonders stark von den Emotionen beeinflusst, im täglichen Zusammenspiel der Menschen stehen – betrachtet man den Körper als Klangkörper – eine einzigartige, aber unhörbare Komposition. Auch Stefan Riebel ist mit einer Soundinstallation vertreten, die sich mit dem Ephemeren als Gestaltungsmittel beschäftigt: In einem Ausstellungsraum aufgestellte Plattenspieler produzieren eine Geräuschkulisse, die sich für jeden Rezipienten anders gestaltet.
Die Ausstellung “Opening Spaces for Action” ist im Rahmen des Projekts “Cage100″ noch vom 7. Juli bis zum 30. September in der Stiftung Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Mittwochs freier Eintritt.







