
Charline Von Heyl, “Woman #2,” 2009
Die großformatigen Gemälde von Charline von Heyl sind geprägt von Gegensätzen: Abstrakt trifft auf gegenständlich, grelle Farben auf dunkle Nuancen, dynamische Figuren auf feine grafische Linien. Unter dem Titel “Now or Else” zeigt die Kunsthalle Nürnberg eine Auswahl von Arbeiten der Mainzerin.
Die Malereien der 1960 geborenen Künstlerin fordern das Auge heraus und lassen sich nicht sofort in eine der altbekannten Schubladen einsortieren. In ihrer Gegensätzlichkeit bleiben sie auf angenehme rätselhaft und beweglich. Große Versatzstücke treffen auf filigrane Elemente, knallige Farben auf blasse Nuancen, abstrakte Ornamente auf realistische Formen.
Während die Künstlerin in den Anfängen ihres künstlerischen Schaffens vorwiegend verschiedene Stilmittel des 20. Jahrhunderts zitierte, weisen ihre aktuelleren Arbeiten einen stärkeren seriellen und eigenständigen Charakter auf, die sich mitunter auf eigene frühere Werke beziehen.
25 Gemälde und eine kleine Anzahl an Papierarbeiten aus dem Archiv der Künstlerin sind noch bis zum 30. September in der Kunsthalle Nürnberg zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie Mittwoch von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.







