
Paul McCarthy The Box, 1999 Mischtechnik, Holz, 594 x 16660 x 404 cm Staatliche Museen zu Berlin, Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof © Paul McCarthy, Foto: Thomas Bruns
Genickstarre vorprogrammiert: Paul McCarthy hat sein gesamtes Atelier in eine Holzbox eingebaut und diese in die Neue Nationalgalerie in Berlin verschifft. Der Clou an der Installation, die ab dem 6. Juli zu sehen ist: sie ist um 90 Grad gekippt.
Von außen sieht die Box groß und unscheinbar aus, doch in ihrem Inneren entfaltet sich ein wahres Sammelsurium an Dingen. Der 1945 geborene amerikanische Künstler hat schlicht jeden Gegenstand, der sich in seinem heimischen Atelier befindet – von Schreibtisch und Schreibtischstuhl über Kabel, Werkzeuge und Kisten – in die Holzkonstruktion eingebaut.

Paul McCarthy The Box (Innenraum), 1999 Mischtechnik, Holz, 594 x 16660 x 404 cm Staatliche Museen zu Berlin, Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof © Paul McCarthy
Als sei dies nicht schon surreal genug, sorgt die Drehung des Raumes um 90 Grad für eine besondere Ausstellungssituation, die die Wahrnehmung der Umgebung auf besondere Weise schärft. Die Box wirkt wie ein gigantischer Fremdkörper in der sonst leeren, gläsernen Architektur des imposanten Mies van der Rohe-Baus.
McCarthy, der sich mit gesellschaftskritischen Performances und Konzeptkunst in einer Mischung aus Minimalismus und Surrealismus international einen Namen gemacht hat, schafft hiermit einen Moment des Unheimlichen.
“The Box” ist bist zum 4. November in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.







