Der KUNST Magazin Wochenrückblick

Ein Urinal auf der dOCUMENTA (13), surrealistische Stummfilme und ein Kunstfälscher-Krimi – die vergangene Woche im KUNST Magazin gestaltete sich sehr abwechslungsreich.
Pünktlich zum 15. des Monats veröffentlichten wir die neue Ausstellungsbesprechung von unserem Gast-Autor Matthias Planitzer aka. Castor und Pollux. Diesmal war er für uns auf der Ausstellung von Alfredo Jaar unterwegs, die derzeit in der Berlinischen Galerie, der Alten Nationalgalerie und der N.G.B.K gezeigt wird.

Falls Sie Ende des Monats auf dem Gelände der dOCUMENTA (13) zwei Männern in Begleitung eines Urinals begegnen, bitte nicht wundern: Es handelt sich dabei um eine Performance der “Kunst-Installateure”, die mit ihrer Aktion “Fountain II” dem großem Marcel Duchamp eine Hommage widmen. +

Das Museum Kurhaus Kleve hat umgebaut und kann mit Freude verkünden, dass das Atelier von Joseph Beuys, welches sich Ende der 1960er Jahren in den Räumlichkeiten befand, ab September für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Es ist eine der letzten authentischen Wirkunsstätten des Künstlers.

Personalwechsel in Berlin-Mitte: Das KW Institute for Contemporary Art heißt ab 1. Januar 2013 Ellen Blumenstein als neue Chef-Kuratorin willkommen. Unter ihrer Führung soll unter anderem die Zusammenarbeit mit dem New Yorker MoMa PS1 ausgebaut werden.

Die Keramikskulpturen von Elmar Trenkwalder changieren zwischen biomorphen Strukturen, Rokoko-Elementen, hinduistischen Tempeln und huldigen dem Ornament – und passen somit perfekt in unsere aktuelle Ausgabe. Eine Auswahl von Arbeiten des Künstlers sind derzeit in der Kunsthalle Krems zu sehen.

Uns war das ja schon immer bewusst, aber nun ist es schwarz auf weiß: Eine Studie der Investitionsbank Berlin hat ausgewertet, welchen wirtschaftlichen Nutzen die Kunstszene Berlins für die Stadt hat – und der ist nicht unerheblich!

Durch den großen Einsatz von Albert Darboven konnte der Rückkauf der Villa in Rönneburg für das geplante Dokumentationszentrum der Hanne Darboven Stiftung in Hamburg getätigt werden. Das Werk der 2009 verstorbenen Künstlerin soll dort zukünftig dauerhaft zugänglich gemacht werden.

In der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Berlin-Charlottenburg wird es diesen Sommer surrealistisch: In der Reihe “Film und Surrealismus” werden ausgewählte (Stumm-)filme gezeigt, deren Beeinflussung durch die Bewegung offensichtlich ist.

Medienkunst ist aus den Museen nicht mehr wegzudenken, seit sich immer mehr Künstler ab den 1980er Jahren moderner Dokumentationstechniken bedienten. Das Symposium “Dokumentarische Verfahren in der Kunst” widmet sich im Oktober in Köln genau diesem Thema.

Die Fondation Beyeler zeigt aktuell eine medienübergreifende Ausstellung mit Werken von Philippe Parreno. Wir trafen den Künstler zu einem Interview und sprachen mit ihm über Zwergsonnensysteme und Marilyn Monroe.

Ein schönes Wochenende!

Copyright Bilder: Links: Die Kunst-Installateure / Rechts: Museumsinsel Berlin © bpk / DOM publishers, Juli 2009
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