
Vorbild Cindy Sherman: Aneta Grzesykowska, Untitled Film Still # 22 (Serie Untitled Film Stills), 2006, C-Print © Courtesy of the Artist / Raster Gallery Warschau
Die Kopie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Erst kürzlich mussten sich weitere Politiker den Vorwürfen stellen, sie hätten ihre Doktorarbeit an anderen Stellen abgekupfert. Auf Youtube werden Songs aus den Charts zur Gitarre performt, CDs werden gebrannt, Markenartikel nachgemacht. Und natürlich ist auch die Kunst vor Kopien nicht sicher, zeigt die Ausstellung “Déjà-vu? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube“, die derzeit in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen ist.
Ist das nicht eines der berühmten Filmstills von Cindy Sherman? Nein, hierbei handelt es sich um eine Fotografie von Aneta Grzesykowska – die die Aufnahme ihres Vorbildes bis in das kleinste Detail hinein kopiert hat. Die Künstlerin ist nicht die einzige und nicht die erste, die sich dieser Technik bedient, vielmehr ist das Kopieren von Kunst so alt wie die Kunst selbst.

Abgemalt bei Goya: Yinka Shonibare, The Sleep of Reason Produces Monsters (Asia), 2008, C-Print auf Aluminium, Privatsammlung © 2008 Yinka Shonibare / Courtesy James Cohan Gallery
Es diente dabei immer wieder unterschiedlichen Zwecken, wie die Ausstellung in Karlsruhe verdeutlicht und gelangte über die Jahre hinweg durch alle Höhen und Tiefen der Wertschätzung. In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe wird anhand eines Parcours durch sieben Jahrhunderte vom späten Mittelalter bis in die zeitgenössische Kunst die Thematik umfangreich ausgelotet. Gezeigt werden sowohl Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken als auch Skulpturen, Fotografien und Installationen.
Die Ausstellung “Déjà-vu? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube” ist bis zum 6. August zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.







