Die Leinwand als Spiegel der Seele

Links: Cornelia Schleime Liz II, 1997 Acryl auf Leinwand 200x160cm Besitz der Künstlerin © Cornelia Schleime / Rechts: Cornelia Schleime Ohne Titel, 2011 Aquarell und Tusche auf Bütten 57x38cm (537) Besitz der Künstlerin © Cornelia Schleime

Die Augen sind der Spiegel der Seele, heißt es im Volksmund. Bei Cornelia Schleime sind es ihre Malereien und Zeichnungen, in denen sie ihre Erlebnisse und Gefühle zum Ausdruck bringt. Das Museum Franz Gertsch zeigt als erstes Schweizer Museum eine umfassende Ausstellung mit Werken der Berliner Künstlerin.
An prägenden Erfahrungen mangelt es der 1953 in Ost-Berlin geborenen Cornelia Schleime nicht. Aufgewachsen in einem katholisch geprägten Elternhaus, wurde sie mit ihrem unangepassten und künstlerischem Verhalten schnell zum Dorn im Auge der Obrigkeit in der DDR Vier Ausreiseanträge wurden abgelehnt, bevor Schleime 1984 mit ihrem Sohn Moritz letztendlich die Erlaubnis erhielt, nach Westdeutschland überzusiedeln.

Die Repression in der DDR fand ihren Ausdruck in der Stasi-Serie, einer aus Fotografien und Siebdrucken bestehenden Arbeit von 1993. “Bei mir ist viel privat, da ich Arbeit und Leben nicht trennen kann, es auch nicht will”, erklärte Schleime einst, und so schwingt auch in den Mädchen- und Frauenportraits oder den Hybriden aus Mensch-, Tier- und Fabelwesen stets ein Teil ihrer Autobiographie mit.

Die Ausstellung in Burgdorf im Kanton Bern zeigt 20 großformatige Zeichnungen sowie 40 Zeichnungen, die zwischen 1994 und 2011 entstanden und in dieser Fülle zum ersten Mal in der Schweiz gezeigt werden. “Cornelia Schleime. Die Farbe, der Körper, das Antlitz, die Augen” ist noch bis zum 2. September 2012 im Museum Franz Gertsch zu sehen, geöffnet ist Mittwoch bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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