
Michal Kosakowski, DO YOU HAVE MURDER FANTASIES?, 2012 Videoinstallation; © the artist
Täglich sind wir umgeben von blutigen Bildern in den Nachrichten: Amokläufe, Ehrenmorde, Kriege, Selbstmordattentäter oder Terroranschläge sind in unserem Alltag mittlerweile omnipräsent. Doch warum gibt es keinen Diskurs über das Töten? Das Kunstpalais Erlangen analysiert diesen Widerspruch in der Ausstellung mit dem plakativen Titel “Töten”.
Anhand der Positionen von elf internationalen Künstlern und Künstlerinnen versucht die Ausstellung auszuloten, welche Ausdrucksformen des Tötens in der zeitgenössischen Kunst zu finden sind und wie diese rezipiert werden. In Bezug auf Tod und Töten wird noch immer tabuisiert und verschwiegen. Doch mit der Allgegenwart der Thematik wird auch ein Diskurs über das Töten notwendig, die der Kunstpalais anzuregen versucht.
Als Mittel dafür dienen der Ausstellung allerdings bewusst keine spektakulären, blutrünstigen und schockierenden Bilder, sondern vielmehr die subtile, nachdenkliche Formulierung provokanter Fragestellungen. Zu den beteiligten Künstlern gehören neben Taryn Simon, Simon Menner und Milica Tomic auch Jenny Holzer, Kitty Kraus und Bjorn Melhus, die sich vorwiegend mittels Videoarbeiten mit dem Thema beschäftigen.
Die Ausstellung “Töten” ist noch bis zum 17. Juni im Kunstpalais Erlangen zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie Mittwoch von 10 bis 20 Uhr.







