
Gert & Uwe Tobias, Chinoiserie I, farbiger Holzschnitt auf Leinwand, 200 x 300 cm, GUT 1881, © VG Bild-Kunst Bonn, Photo Alistair Overbruck, Köln, courtesy: cfa Berlin
Eine außergewöhnliche Zusammenarbeit findet derzeit zwischen dem Kupferstich-Kabinett in Dresden und dem Künstlerduo Gert & Uwe Tobias statt: Für die Ausstellung “Dresdner Paraphrasen” wählten sie grafische Werke aus der Sammlung aus und interpretierten sie in ihrem unverwechselbaren Stil neu.
Die beiden in Köln lebenden Brüder sind für ihre großformatigen Holzschnitte bekannt, in denen sich fokloristische und mythologische Motive vereinen. Bei den 40 Arbeiten, die die Künstler aus der Sammlung des Museums auswählten, handelt es sich um populäre Grafiken der vergangenen Jahrhunderten, die durch die Künstler zeitgemäß modernisiert und interpretiert wurden.
Als Vorlage dienten ihnen dabei unter anderem die Kupferstiche des Meisters der Spielkarten aus der Mitte des 15. Jahrhundert, die Holzschnitte Ugo da Carpis aus dem 16. Jahrhundert, Stichvorlagen von Chinoiserien aus dem frühen 18. Jahrhundert und das monochrome Tafelwerk Hermann Glöckners aus den 1930er Jahren.
Mit den “Dresdner Paraphrasen” bilden Gert & Uwe Tobias nicht nur eine Verknüpfung zwischen den kulturellen Gepflogenheiten verschiedener Epochen, sondern arbeiten ästhetische Parallelen in den Bildwelten historischer Stiche und zeitgenössischer Kunst heraus.
Die Ausstellung ist vom 22. Juni bis zum 17. September im Kupferstich-Kabinett Dresden zu sehen. Geöffnet ist täglich (außer Dienstag) von 10 bis 18 Uhr.







