Frauen am Bauhaus

Links: Portrait Benita Koch‐Otte um 1930. Maße: 21,8x16,6 cm Bildnachweis: Privatbesitz/ Foto: Heinrich Koch / Rechts: Benita Koch‐Otte Wandbehang, Halbgobelin 1922‐24 Maße: 214x110 cm Material: Halbgobelin, Wolle und Baumwolle Bildnachweis: Bauhaus‐Archiv Berlin/ Foto: Markus Hawlik

In einer Sonderausstellung widmet sich das Bauhaus Archiv in Berlin dem Schaffen von Benita Koch-Otte (1892-1976), die in den 1920er Jahren am Bauhaus zur Textildesignerin ausgebildet wurde. Die Schau bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe „bauhaus weiblich.künstlerinnen am bauhaus“.Der Fokus liegt dabei auf der Tätigkeit Koch-Ottes am Bauhaus in Weimar und Dessau sowie auf der Burg Giebichtstein in Halle in den Jahren 1920 bis 1933. 1920 belegte sie den Vorkurs von Johannes Itten und besuchte einen der ersten Kurse des Malers Paul Klee, dessen Farbenlehre sie maßgeblich in ihre späteren Arbeiten integrierte.

Künstler: T. Lux Feininger Titel/Erläuterung: Bauhäuslerinnen auf der Bauhaustreppe Datierung: um 1927 Creditline: Bauhaus-Archiv Berlin/ © Estate T. Lux Feininger

Zu ihren bekanntesten Werken zählen der von Walter Gropius beauftragte Teppich für das Direktorzimmer (1923), der heute also verschollen gilt, sowie ihr Teppich für ein Kinderzimmer (1923). Die Ausstellung in Berlin zeigt verschiedene Entwurfsskizzen, Handzeichnungen und Knüpfmuster sowie einige originale Bauhaustextilien von Benita Koch-Otte, darunter auch der Teppich für ein Kinderzimmer.

Die Ausstellung “Die Bauhäuslerin Benita Koch‐Otte. Textilgestaltung und Freie Kunst 1920 – 1933” ist noch bis zum 27. August im Bauhaus Archiv in Berlin zu sehen. Am 4.  Juli um 19.30 führt die Kunsthistorikerin Dr. Anja Guttenberger in das Konzept und die Zielsetzung von “bauhaus weiblich. künstlerinnen am bauhaus” ein, anschließend hält Dr. Irene Below einen Vortrag zum Thema “‘Neue Frau’ und Bauhäuslerin in Bethel? – Eine Hommage an Benita Koch-Otte”. Der Eintritt ist frei.

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