Für den Erhalt der kulturellen Einrichtungen in Pankow!

Von Kultur-Kahlschlag bedroht: Das

Das Theater unterm Dach, die Galerie Parterre, das Kunsthaus e.V. – nur drei Beispiele für kulturelle Einrichtungen im Bezirk Berlin-Pankow, denen in naher Zukunft das Ende droht. Am Mittwoch, 15. Februar 2012, um 17.30 Uhr, tagt die Bezirksverordnetenversammlung BVV Pankow in der Fröbelstraße. Der Freundeskreis der Galerie Parterre ruft alle Bürger und Bürgerinnen, nicht nur des Bezirks, dazu auf, an der Versammlung teilnzunehmen und gegen die Vernichtung alternativer und kommunaler Strukturen zu protestieren!

Es findet die erste Lesung des Haushalts für 2012 statt, dabei geht es unter anderem um die Entscheidung über die Schließung von Pankower Kultureinrichtungen. Seit dem 1. Februar stehen diesen grundlegende Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebes nicht zur Verfügung, der Betrieb in einzelnen Einrichtungen läuft bereits mit einem eingeschränkten Notprogramm.

Bis zur Aufstellung des Finanzhaushaltes 2012, bei dem der Etat für das Amt für Weiterbildung und Kultur nach derzeitigen Planungen um 10 Prozent gekürzt werden muss, ist das Bezirksamt mit der Prüfung der Finanzen beschäftigt. Wann dieser Vorgang abgeschlossen ist, weiß man noch nicht. Der Bezirk hat vor, folgende Institutionen aus dem Haushalt zu streichen:

Theater unterm Dach, Kunstwerkstätten/Jugendtheateretage, Kunsthaus e.v, Galerie Parterre, WABE, Museum Heynstraße, Galerie Pankow, Stadtbibliothek Karow
ehrenamtlich betriebene Kurt-Tucholsky-Bibliothek im Bötzowviertel, Ehrenamtlichen-Bibliothek in Wilhelmsruh, getrieben von Leben in Wilhelmsruh e.V., Nachbarschaftsbibliothek in Französisch Buchholz, Jugendkunstschule, Musikschule in Buch, Gartenarbeitsschule, Seniorenfreizeitstätte Stille Straße und die Seniorenfreizeitstätte Hauptstraße in Buchholz.

Erst kürzlich hatte der Freundeskreis der Galerie Parterre einen Offenen Brief formuliert, indem die Unterzeichner gegen den “Rundumschlag gegen die kommunale Kultur” protestieren. Während private Galerien mit ihren vertretenen Künstlern Profit erzielen müssten, heißt es dort, sei die Darstellung öffentlich gesicherter Positionen keine vordringliche Angelegenheit kommunaler Galerien. Diese hingegen bieten, vor Ort und im gesamtstädtischen Kunstbetrieb, ein Forum für die Positionen von Künstlern, denen nicht auf Anhieb und nicht regelmäßig öffentliche Beachtung zuteil wird.

Treffpunkt für die Teilnahme an der Versammlung ist der Platz vor Haus 7, Fröbelstraße 17, 10405 Berlin. Beginn ist um 16 Uhr.

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