In Richtung Unendlichkeit – zum Tod Roman Opalkas

Detail aus "1965 / 1-∞".  Foto: Flickr.

Detail aus "1965 / 1-∞". Foto: Flickr.

Der französisch-polnische Künstler Roman Opalka ist vergangenen Samstag, am 6. August, in Rom verstorben. In seinem Werk setzte sich der Konzeptkünstler, der in wenigen Wochen sein achtzigstes Lebensjahr vollendet hätte, mit dem Thema Zeit auseinander.

Nach künstlerischen Anfängen im Konstruktivismus und der abstrakten Malerei stellte Opalka die Sichtbarmachung der Zeit ins Zentrum seines Schaffens. Seit 1965 arbeitete der Künstler an seinem Werk „1965 / 1–∞“, das aus von ihm als „Details“ bezeichneten Leinwänden besteht. Darauf malte er in ansteigender Reihenfolge Zahlen in weißer Farbe.

Seit 1972 begann Opalka den Untergrund seiner Zahlenreihen mit jedem neuen Bild sukzessiv um ein Prozent aufzuhellen, mit dem Ziel sich einem weißen Untergrund anzunähern. Begleitend hielt Opalka seine Bilder auch akustisch fest, indem er die Zahlen in seiner Muttersprache Polnisch auf Tonband sprach. Eine tägliche Porträtaufnahme ergänzte das Projekt des Künstlers fotografisch.

Roman Opalka gilt als einer der extremsten Künstler der Konzeptkunst. Sein Leben und die Thematik seines künstlerischen Schaffens waren eng miteinander verknüpft.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Nachrufe abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf In Richtung Unendlichkeit – zum Tod Roman Opalkas

  1. Paul Marker sagt:

    eine wirklich schöne Homage an Opalka ist dieses Neztkunstprojekt: http://www.camera-obscura-1-inf.net

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>