Klaus Staeck zeigt Polke-Hommage

Sigmar Polke: Baumhaus aus dem Zyklus „Wir Kleinbürger!“, 1976 Gouache, Acryl, Trockenstifte, Sprayfarben auf Papier Foto: Olaf Pascheit © VG Bild-Kunst

Vier Jahrzente (Arbeits-)freundschaft verbanden den Grafikdesigner Klaus Staeck mit dem kürzlich verstorbenen Sigmar Polke. In der Akademie der Künste Berlin widmet er dem Künstlerkollegen ab dem 14. Januar 2011 nun eine umfangreiche und sehr persönliche Ausstellung.

In der Ausstellung werden 90 verschiedene, teils großformatige Arbeiten aus mehreren Jahren des Schaffens Polkes präsentiert.Staeck hat zu diesem Zweck seine privaten Archive geöffnet und zeigt, neben der fotografischen Dokumentation der Freundschaft, auch die ausführliche Fax-Korrespondenz der beiden Künstler. In vielen Fällen hatte Polke die Nachrichten als auch Rechnungen, Einladungen und Kataloge für seine künstlerische Arbeit genutzt.

Ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein wird die Werkgruppe “Wir Kleinbürger – Zeitgenossen und Zeitgenossinnen”, ein zehnteiliges Ensemble aus den Jahren 1974-1976, welches zu den wichtigsten Arbeiten Polkes gehört. Lange Zeit waren die Papierarbeiten vergessen, bis im vergangenen Jahr eine dreiteilige Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle den Werkkomplex wieder entdeckte.

Die Serie beschrieb einen Wendepunkt im künstlerischen Schaffen Polkes, da er sich von der zuvor mittels seiner “Rasterbilder” ausgeübten ironischen Analyse des Wirtschaftswunders nun der Attacke gesellschaftlicher Normen zuwandte. “Wir Kleinbürger” zeichnet sich durch eine wilde Mischung aus Zeichen und Figuren sowie Karikaturen und überzogene Ideologien aus, die die politischen Aspekte des Künstlers in den Mittelpunkt rücken.

Die Ausstellung “Sigmar Polke – Eine Hommage. Bilanz einer Künstlerfreundschaft Polke / Staeck” läuft vom 14. Januar 2011 bis zum 13. März 2011 in der Akademie der Künste Berlin. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

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