
Im Bode-Museum ist nicht genügend Platz für zwei Sammlungen / Bode-Museum Museumsinsel Berlin-Mitte © Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Atelier Tesar
“Was hätte Bode dazu gesagt?” Der Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. wendet sich in einem offenen Brief an Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann, in dem die Zusammenlegung der Gemäldegalerie Alter Meister mit dem Bode-Museum zugunsten einer dauerhaften Präsentation der Sammlung Pietzsch scharf kritisiert wird.
Mitte Juni hatte der Haushaltsausschuss überraschend weitere zehn Millionen Euro für den Umbau der Gemäldegalerie im Kulturforum am Potsdamer Platz bewilligt. Verbunden ist diese Erhöhung, so hieß es, mit der Gewährleistung einer dauerhaften Präsentation der Sammlung Pietzsch. Ende 2010 hatte das Ehepaar Pietzsch einen Schenkungsvertrag unterzeichnet, in welchem die bedeutende Werke der Moderne umfassende Sammlung nach dem Tod der Besitzer dem Land Berlin vermacht werden sollen.
Doch ein Umbau zu Gunsten einer dauerhaften Präsentation der Werke geht auf unabsehbare Zeit zu Lasten der Gemäldegalerie Alter Meister, heißt es in dem offenen Brief. Da der vorhandene Platz nicht ausreicht für die komplette Präsentation der Sammlung im Bode-Museum und der Sammlung der Gemäldegalerie, käme es zu einer “massiv reduzierten Auswahl an Kunstwerken”. Der Öffentlichkeit und Fachwelt wäre auf viele Jahre oder sogar Jahrzehnte die Möglichkeit genommen, die Malereigeschichte “in ihrer ganzen Dichte und Vielfalt zu studieren und zu genießen” - ein besonders beklagenswerter Umstand, da die Sammlung, so heißt es weiter, seit der kriegsbedingten Schließung 1939 erst seit 14 Jahren wieder vollständig zugänglich ist.
Der vollständige Brief kann auf der Seite des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V. eingesehen und unterzeichnet werden.







