Manifesta 9: Kunst in der Kohle-Mine

Austragungsort der Manifesta 9 in Genk

Biennalen für zeitgenössische Kunst gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch die Manifesta ist die einzige Ausstellung dieser Art, die alle zwei Jahre an einem anderen Ort stattfindet. Während der ART COLOGNE luden die Organisatoren zu einem ersten Pressegespräch in das “Belgisch Huis” in Köln ein.

Nach Rotterdam, Frankfurt, Ljubljana oder Donostia-San Sebastián fiel die Wahl für die 9. Ausgabe auf das kleine Städtchen Genk in der belgischen Provinz Limburg. Um 1900 verwandelte sich die Gegend dank des Kohlevorkommens in ein wichtiges industrielles Zentrum – mit der Schließung der Minen ab den späten 1960er Jahren setzte, wie auch in vielen deutschen Städten, ein radikaler Strukturwandel ein.

Die diesjährige Manifesta greift diesen Wandel auf und untersucht die Veränderungen der Provinz durch den Abbau der Industrie. Existiert die Industrie heutzutage noch und wenn ja, welche Auswirkungen hat sie auf die Menschen der Region? 39 Künstler sind bei der Biennale vertreten, darunter Bernd und Hilla Becher, Claire Fontaine, Erik van Lieshout, Henry Moore und Max Ernst. Vorwiegend handelt es sich dabei um Positionen, die sich bereits länger mit dem Thema Industrie beschäftigen.

v.l.n.r. Katerina Gregos, Cuauthémoc Medina, Hedwig Fijen / Foto: Julia Schmitz

Erstmals werden parallel zu den zeitgenössischen Positionen auch historische Gemälde aus der Zeit des florierenden Bergbaus gezeigt. Als Co-Kuratorin fungiert die griechische Künstlerin Katerina Gregos, die 2011 den dänischen Pavillon auf der Biennale in Venedig bespielte und Kurator Cuathémoc Medina zur Seite steht.

Die Manifesta 9 – The European Biennial of Contemporary Art findet vom 2. Juni bis zum 30. September 2012 in der ehemaligen Waterschei Mine in Genk, Belgien statt. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr sowie Freitag von 10 bis 22 Uhr.

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