Phantasie an die Macht: Imagine Peace

Protestbewegung in New York City 2004 (Symbolbild) © Wikimedia Commons

“Phantasie an die Macht!” – Mit diesem Aufruf unterstützte der Künstler Pierre Aléchinsky 1968 die Studentenbewegung in Paris. Seit jeher nehmen Künstler am politischen Geschehen teil, kritisieren, prangern an oder entwerfen ein neues Weltbild.

Anlässlich der Ausstellung „Phantasie an die Macht – Politik im Künstlerplakat“, die vom 18. März – 13. Juni 2011 im MKG in Hamburg zu sehen war, erschien die gleichnamige Publikation, die über 180 Plakate renommierter Künstler präsentiert.

Robert Rauschenberg, Joan Miró, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Joseph Beuys und viele mehr vertraten im 20. Jahrhundert klare Standpunkte in der Gesellschaft, die bis heute an Aktualität nicht eingebüßt haben. Appelle wie „Nie wieder Krieg“ und „Künstler für den Frieden“ manifestieren sich in ihren Arbeiten.

Das Anliegen, die eigene Meinung öffentlich zu machen und Oppositionsbewegungen zu unterstützen oder gar auszulösen, hat in der zeitgenössischen Kunst nicht nachgelassen. Politische Künstlerplakate unter anderem von Richard Serra, Marina Abramović, Antoni Tàpies und Ulrike Rosenbach signalisieren Engagement für Menschenrechte und Umweltschutz, sowie Forderungen nach Freiheit und Gleichheit.

Die Künstlerplakate sind inhaltlich in die Themen „Revolution und Frieden“, „Protest“, „Freiheit“, „Umwelt“, „Gleiche Rechte“ und „Globalisierung“ eingeordnet und von einführenden Texten begleitet. Die Publikation gewährt einen guten Überblick von den ersten Protestplakaten aus Zeitungen bis hin zur Unterstützung der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten durch Robert Indiana im Jahre 2008.

Jürgen Döring: Phantasie an die Macht – Politik im Künstlerplakat. Hirmer, München 2011. Dt./engl., 168 Seiten, 149 farbige Abbildungen, Hardcover, 24,90 Euro. ISBN: 978-3-7774-3471-1 Buch bei Amazon bestellen

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