Plastiktütensuppe im Swimming Pool

Jan Kuck / Foto: Sophie Nadine Eckert

Eigentlich wollte man ja mal etwas nachhaltiger leben und für den Einkauf im Supermarkt einen schicken Jutebeutel einstecken. Doch an der Kasse folgt dann doch meist der Griff zu den Plastiktüten, spottbillige 10 Cent das Stück – schnell sammelt sich so in der Abstellkammer eine beträchtliche Anzahl an Stoffbeutelkonkurrenten. Mit seiner Installation “Packet Soup”, die derzeit in der Galerie SAVVY Contemporary in Berlin zu sehen ist, möchte Jan Kuck auf die “gigantische Müll-Suppe, in der wir alle täglich schwimmen”, aufmerksam machen.

Zu diesem Zweck hat der Künstler einen überdimensionalen Swimming Pool in die Ausstellungsräume gebaut und diesen nicht mit Wasser, sondern mit Plastiktüten gefüllt. Die Besucher sind dazu angehalten, über die Leiter in den Pool zu steigen, durch das Sammelsurium aus rund 10.000 Tüten tauchen und sich mit der zunehmenden Umweltproblematik durch Plastikmüll in den Ozeanen auseinanderzusetzen.

Postkarte zur Ausstellung "Packet Soup" / Design: Pia Bogolowski & Jan Kuck

Ergänzt wird die Aufmerksamkeit erregende Installation durch Arbeiten anderer Künstler, darunter der österreichische Regisseur und Autor Werner Boote, die Dokumentarfilmproduzentin Susanne Richter und den britischen Künstler Steve McPherson. Kuratiert wurde die Ausstellung von Claudia Lamas Cornejo.

Am Samstag, 12. Mai, findet von 18 bis 20 Uhr eine Performance von Nathalie Fari statt, am 19. Mai von 19 bis 22 Uhr gibt es eine Performance von Yingmei Duan und Cai Qing. Die Ausstellung “Packet Soup” in der Galerie SAVVY Contemporary ist Donnerstag bis Samstag von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

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