Eine Kulturgeschichte des Fensters


Abbildung erschienen in KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010

Katharina Helwig

Fenster lassen Wärme, Licht oder Geräusche herein und heraus; sie erlauben Ein-, Aus- und Durchblicke. Rolf Selbmann stellt das Fenster als ein „Zentralobjekt unserer Hochkultur“ in den Fokus kunst- und kulturgeschichtlicher Untersuchung. Verschiedene Interpretationen des Fensterblicks, von der Antike bis in die Gegenwart, geben Aufschluss auf die Kulturgeschichte, aber auch über die eigene Wahrnehmung. Mit zahlreichen Beispielen werden Themen wie „Fenster als Schwellenraum“, „Frauen am Fenster“ und „sentimentale Fensterblicke“ erörtert.

Rolf Selbmann: Eine Kulturgeschichte des Fensters. Von der Antike bis zurModerne. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2010. 222 S., 103 Farb- u. 23 S/W-Abb., Efalin m. Schutzumschlag, gebunden, 39 €. ISBN: 978-3-496-01409-6

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Lichtbilder. Die Polaroids.


Abbildung erschienen in KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010

Elisabeth Jungklaus

Als dritte Neuauflage erscheint nun diese Sammlung von persönlichen Polaroidaufnahmen des russischen Regisseurs Andrej Tarkovskij (1932–1986), der mit seinem Hauptwerk „Stalker“ und den Film „Nostalghia“ bekannt wurde. Mit der Polaroidkamera begann Tarkovskij ab den späten 70er Jahren seine Familie, die ihn umgebenden Landschaften, Straßen, Häuser und Stimmungen zu fotografieren. Auch beim Abschied von seiner russischen Heimat und auf dem Weg ins italienische Exil hielt der Filmemacher auf diese Weise seine Eindrücke fest. Obwohl die gezeigten Polaroid-Fotos sehr klein sind, verlieren die poetisch-flüchtig scheinenden Bilder nicht an Faszination.

Andrej Tarkovskij: Lichtbilder. Die Polaroids. Schirmer/Mosel Verlag, München 2010. 3. Aufl., 135 S., 60 farb. Abb., gebunden, 24.80 €. ISBN-13: 9783829601320

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Ed Ruscha – Das Bild mit WortExperimentieren mit Farbe, Typographie und Siebdruck


Ed Ruscha: Talk Radio, 1988

Ed Ruscha: Talk Radio, 1988

Courtesy the collection of Joe Goode and Hiromi Katayama
© Ed Ruscha, 2009
Photography: Paul Ruscha
Abbildung erschienen in KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010

von Anita Szczukowski

Ed Ruscha ist ein berühmter Maler und Grafiker einer Kunstrichtung, die in den 60er-Jahren entstanden ist und Pop-Art genannt wird. Ruschas Arbeiten sind für Worte und markante Slogans bekannt, mit denen er auf eine spielerische Art umgeht. Eingebunden in Gegenstände, Landschaften, Farben und Stoffe erinnern uns seine Bilder an Comic-Zeichnungen oder Werbeplakate. Im Workshop gestaltet ihr mit Buchstaben und Lauten, Schablonen und Farbspray-Effekten, mit Lettraset und Projektor euren eigenen Schrifttyp und fügt sie in Bilder ein. Ihr könnt eure Wörter und Ideen auch auf ein T-Shirt drucken – zart, knallig oder fett.

Das Haus der Kunst in München lädt 6–10- und 11–14-Jährige zu spielerischen Workshops und Führungen zum Thema Ed Ruscha ein. Informationen unter kinderprogramm@hausderkunst.de oder
089 – 211 27 118.

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Robert Rauschenberg – Jean Tinguely. Collaborations.


Robert Rauschenberg: Jean Tinguely. Collaborations.

Robert Rauschenberg: Jean Tinguely. Collaborations.

Abbildung erschienen im KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010.

Elisabeth Jungklaus

Tinguely kommt 1960 erstmals nach New York, um in der Staempfli Gallery auszustellen. Einige Wochen später inszeniert er im Garten des Museum of Modern Art seine Arbeit „Hommage to New York“, eine Maschine, die sich selbst zerstört. Rauschenberg steuert zu dieser Performance das Objekt „Money Thrower for Tinguely’s H.T.N.Y.“ bei, welches auf  Spiralfedern aufgereihte Silberdollars verschleudert – eine langjährige Zusammenarbeit der beiden Künstler beginnt. Das Buch dokumentiert ihre gemeinsamen Projekte und Freundschaft und erschien anlässlich der gleichnamigen Ausstellung, die bis zum 17.1.2010 im Museum Tinguely in Basel zu sehen war.

Museum Tinguely: Robert Rauschenberg – Jean Tinguely. Collaborations. Kerber Verlag, Bielefeld 2009. Deutsch/englisch, 244 S., 59 farbige und 101 S/W-Abbildungen, Hardcover, 39,95 €. ISBN: 978-3-86678-354-6

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Everything you always wanted to know about gallerists but were afraid to ask


Everything you always wanted to know about gallerists but were afraid to ask

Everything you always wanted to know about gallerists but were afraid to ask

Abbildung erschienen im KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010.

Sarah Weckert

Drei kleine Bücher begleiteten 2009 die Kunstmesse „Artissima 16“ in Turin. Der Direktor Andrea Bellini veröffentlichte parallel zu den beiden Katalogen einen Band mit 51 persönlichen Interviews. Rückschlüsse darauf, wie Bellini die Galeristen und Kunsthändler der jüngsten und mittleren Generation über ihre Erfolgsgeheimnisse, Niederlagen, Krisen und die Zukunft der zeitgenössischen Kunst zum Sprechen brachte, gibt vielleicht die Abbildung von Maurizio Cattelans Arbeit A Perfect Day (1999) auf dem Cover. Das Kunstgeschäft aus der Insider-Perspektive ist amüsant und spannend – besonders für den Nachwuchs von Sammlern und Galeristen.

Andrea Bellini: Everything you always wanted to know about gallerists but were afraid to ask. JRP|Ringier Kunstverlag, Hapax Series 2009. 334 S., 53 S/W-Abb., Softcover, 105 x 165 mm, 10 €. ISBN: 978-3-03764-087-6

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Die Sammlerfalle: Kunst – Sammeln – Reisen


Die Sammlerfalle: Kunst – Sammeln – Reisen

Die Sammlerfalle: Kunst – Sammeln – Reisen

Abbildung erschienen im KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010.

Elisabeth Jungklaus

Wenn sie einmal zugeschnappt hat, gibt es meistens kein Entrinnen: Die Rede ist von der Sammlerfalle, in die Kunstfreunde getappt sind, wenn es immer noch ein bisschen mehr sein darf … Der Autor zappelt in dieser Falle seit über dreißig Jahren. In seinem Buch nimmt er uns mit auf eine amüsante und abenteuerliche Reise in die Welt der Künstler, Kunsthändler und Sammler, die ihn von New York bis Kambodscha, von Belgien bis Burma führt. Informativ und ironisch berichtet er von den Begegnungen mit den vielfältigen Facetten der Kunst – und ermöglicht dadurch einen spannenden Blick hinter die Fassaden des Kunstmarkts und einen lebendigen Zugang zu Fragen des Sammelns.

Wolfgang Felten: Die Sammlerfalle. Kunst – Sammeln – Reisen. Erzählung. Verlag BUCH&media, München 2009. 172 S., Hardcover, 19,90 €. ISBN: 978-3-86520-358-8

 

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Rudolf Arnheim – Kunst und Sehen


Rudolf Arnheim: Kunst und Sehen

Rudolf Arnheim: Kunst und Sehen

Abbidung erschienen im KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010.

Von Elisabeth Jungklaus

Die Kunst der Bildanalyse ist so alt wie die Kunst selbst. Arnheims Anleitung zum Sehen ist aber immer noch so jung wie bei ihrem ersten Erscheinen 1954. Kaum ein Buch hat Generationen von Lesern so einfach und so gründlich in die Welt der Kunst eingeführt. Kaum ein Buch schlug seine Leser so von Anfang an in ihren Bann. Arnheim ist ein verständlicher Vermittler. An einfachen Beispielen beleuchtet er behutsam und kritisch das Wechselspiel von Form und Farbe, Raum und Licht, Bewegung und Gleichgewicht. Faszinierend unaufdringlich begegnet der Leser bei der Lektüre Material von der Steinzeit bis zu Picasso.

Rudolf Arnheim: Kunst und Sehen. Eine Psychologie des schöpferischen Auges. Vorwort: Michael Diers, 3. unveränd. Aufl, 2000. 514 S., 280 S/W-Abb., Broschur, 34,95 €. ISBN 978-3-11-016892-1

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KUNST Magazin Sammlergespräch: Giovanna Stefanel-Stoffel und Ludwig Maximilian Stoffel


Das Podium in der Bar Tausend

Das Podium in der Bar Tausend

Foto: KM
Abbildung erschienen in Kunstmagazin Ausgabe Februar 2010

Von: Jan KageAm 14. Januar 2010 fand in der Bar Tausend in Berlin das erste Sammlergespräch mit dem Ehepaar Giovanna Stefanel-Stoffel und Ludwig Maximilian Stoffel statt. 200 geladene Gäste erschienen zu der neuen Veranstaltungsreihe des KUNST Magazins. Das Gespräch führte Jan Kage alias Yaneq. Weiterlesen

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Alexander Ochs Galleries Berlin I Beijing


Die Wahren Orte II; Yin Xiuzhen,  2007

Die Wahren Orte II; Yin Xiuzhen, 2007

Galerieaußenansicht, Installationsansicht, – Collective Unconscious, Installation, Van und Textilien, 190 x 1500 x 140 cm, ALEXANDER OCHS
GALLERIES BERLIN | BEIJING, Berlin, 23.4.–31.5.2008
Abbildung erschienen in Kunstmagazin Ausgabe Februar 2010

Von: Hannah NehbJahrelang präsentierte Alexander Ochs vorwiegend ostasiatische Kunst in der Sophienstraße – aber nicht nur dort. Der Stadtfremde staunte über den idyllischen Ruhepol, den er inmitten der pulsierenden Stadt durch einen unscheinbaren Hofeingang betrat. Der Kunstfreund dagegen steuerte zielstrebig auf die Sophie-Gips-Höfe zu, denn er wusste, dass ihn bei Alexander Ochs hochaktuelle künstlerische Positionen erwarteten.  2011 ist die Galerie in die Kreuzberger Besselstr. 14, 10969 Berlin umgezogen. Weiterlesen

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Das Hamburger Kinderzimmer: Ein „Spielraum für den Anfang der Kritik“ von Olafur Eliasson


„Das Hamburger Kinderzimmer“ Olafur Eliasson (*1967)

„Das Hamburger Kinderzimmer“ Olafur Eliasson (*1967)

© Hamburger Kunsthalle
Foto: Ellen Coenders
Abbildung erschienen in KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010

von Elisabeth Jungklaus

In der Galerie für Gegenwart der Hamburger Kunsthalle gibt es einen Kunst-Spielort, in dem sich alle künstlerisch ausprobieren können. Der berühmte Künstler Olafur Eliasson hat das „Hamburger Kinderzimmer“ gestaltet und mit einigen seiner Kunstwerke ausgestattet. Zum Beispiel mit dem interaktiven Werk „The structural evolution project“. Das ist ein großer Tisch mit vielen farbigen und unterschiedlich großen Stäbchen, die man mit Kugeln verbindet. So lasst ihr phantasievolle Strukturen und verrückte Formen entstehen. Der ganze Raum ist mit einer riesigen Gitterstruktur durchzogen. Darin könnt ihr eure gebauten Werke in teils verspiegelten Regalen ausstellen. Danach erobert ihr, mit einer speziellen Wanderkarte ausgestattet, die anderen Ausstellungsräume im Haus.

Öffnungszeiten: Di–Fr 15–17.30 Uhr, Sa und So, 12–16 Uhr. www.hamburger-kunsthalle.de

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