KUNST 1104 “Ego” – Editorial

Freunde der Kunst, lasst uns feiern – schließlich steht uns ein April voller Jubiläen bevor!

Ach, denken Sie, feiern ist immer gut, denn da könnte ich, Ich, ICH … letztlich kreisen die Gedanken dann doch um uns selbst, wenn auch nicht immer nach dem Motto „jedem das Seine, doch nicht jedem das Gleiche – und mir das Meiste“.

In dieser Ausgabe haben wir mit dem Thema „EGO“ auch weniger solcherart gesinnte narzisstischegozentrische Wesen im Sinn, sondern eher Künstlercharaktere, deren EGO in mindestens so viele Einzelfragmente zerspalten ist wie jene Holzscheite, die Jack Piersons konzentrierter Junge auf dem Titelbild in Splitter hackt. Kathleen Bühler sorgt für geistiges Entwirren.

Und wir haben ein paar handfeste Daten zur Orientierung gesammelt:

April 2011 =

5 Jahre KUNST Magazin – frei, informativ, hochwertig, zweisprachig – konsequent schon immer als Print-Version und online. Zum Fünfjährigen gönnen wir uns auf www.kunstmagazin.de einen Jubiläumsrelaunch.

7. Ausgabe Gallery Weekend – die intellektuelle Alternative zum Tanz in den Mai im Zeichen brandaktueller Kunst

20 Jahre „Texte zur Kunst“ – streitbar, theoretischabstrakt und höchst diskursiv: weiter so, Kollegen!

45. Internationaler Kunstmarkt aka: ART COLOGNE – nicht mehr nur progressiv und deutsch, sondern längst ein internationales Highlight. Vor Ort wandelt diesmal auch das KUNST Magazin auf den Spuren von Hein Stünke, Rudolf Zwirner & Co!

CONGRATULATIONS!

KUNST für das iPad

 

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Künstlerische Begegnungen mit sich selbst im Wandel der Zeit

Noah Kalina: Everyday (11.1.2000 bis heute), Detail © Noah Kalina, Abbildung erschienen im KUNST Magazin Ausgabe April 2011

Allgegenwärtig sind heute die Befürchtungen, welche von der entfesselten Selbstdarstellung im Internet hervorgerufen werden. So wird die Neigung, sich selbst auf virtuellen sozialen Plattformen mit Aufnahmen von Trinkgelagen oder in zweideutigen Posen zu präsentieren, als Beleg für erodierende Moralvorstellungen gedeutet sowie als Zeichen für eine zunehmend löchrige Grenze zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit (1). Doch vergisst man dabei leicht, dass der Selbstdarstellung schon immer diese Sprengkraft innewohnte und sie sich stets zwischen den Polen der Selbstkonstruktion und der Selbstdokumentation situierte. Außerdem bewegte sich das künstlerische Selbstporträt seit seiner Entstehung am Beginn der Neuzeit zunehmend weg von einer offiziellen, standesbewussten Repräsentation hin zu einer persönlichen und damit privaten Selbsterkundung.

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20 Jahre Texte zur Kunst oder: Die Päpstin im Bücherregal


Das Team von Texte zur Kunst
 

Das Team von Texte zur Kunst

Von links: Isabelle Graw, Sabine Ofenbach, Jenni Tischer, Sven Beckstette, Anke Ulrich, Nele Groszer Foto: Jan Windszus, Berlin. Abbildung erschienen in KUNST Magazin Ausgabe April 2011.

Als Clement Greenberg im New York der 1940er- Jahre anfing, über Kunst und Künstler zu schreiben, entdeckte er eine vielleicht durch seine Verbundenheit zum Marxismus begründete Vorliebe für eine Kunst, die nicht so tat als ob, sondern das zeigte, was sie war: nämlich Farbe auf Leinwand. Die umgebenden Bedingungen, unter denen das Werk vom Künstler erschaffen wurde, spielten für ihn eine eher untergeordnete Rolle. Der Künstler hatte sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und nicht die Wünsche eines unberechenbaren Publikums zu erfüllen, das als Käufer die jahrhundertelang bewährte Symbiose zwischen Kunst und Macht in Form von kirchlichen oder herrschaftlichen Aufträgen ablöste. Greenberg förderte, verteidigte und kontextualisierte Künstler wie Jackson Pollock, erlangte größten Einfluss auf die Kunst der 1960er-Jahre und wurde deshalb, halb spöttisch, halb respektvoll, “Papst Clement” genannt. Widerstand regte sich gegen Greenbergs Kunstauffassung schon zu Zeiten seiner unumschränkten Macht. Die Kunstkritikerin Rosalind Krauss, die bei ihm promovierte, und einige Artforum-Kollegen gründeten als Konsequenz ihrer Kritik 1976 das Magazin October, in dem sie neue Wege der Kunstwahrnehmung durch Erarbeitung alternativer Perspektiven eröffneten. Weiterlesen

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KUNST Magazin Sammlergespräch: Jochen Kienzle

Kathrin Tobias und Hannah Nehb


Emilio Prini: Fermacarte (Briefbeschwerer), 1968–95

Emilio Prini: Fermacarte (Briefbeschwerer), 1968–95

Installation, bestehend aus 9 Fotografien, je 260 x 198 cm, Foto: Wolfgang Selbach. Abbildung erschienen in KUNST Magazin Ausgabe April 2011.

Jochen Kienzle hat nach einer Schreinerlehre in München Kunstgeschichte studiert. Durch die Sammlung seiner Eltern kam er mit den Werken der klassischen Moderne in Kontakt. 1997 eröffnete er zusammen mit Annette Gmeiner die Galerie „Kienzle & Gmeiner“ in Berlin. Heute leitet er die Kienzle Art Foundation in Berlin-Charlottenburg. Weiterlesen

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Gallery Weekend Berlin 2011 – 44 Galerien und drei Tage Zeit

Gabriel Kuri: Two arrested clouds, 2010Rocks, paper, 39 x 160 x 60 cm, Photo: © Bertrand Huet, Installation view Berlin-Paris, Galerie Nathalie Obadia, Paris, 2010, Abbildung erschienen in KUNST Magazin Ausgabe April 2011.

Auch in diesem Jahr nehmen wieder über 40 der spannendsten Galerien Berlins am Gallery Weekend teil. Vom 29.4.–1.5. öffnen sie ihre Pforten, um Sammlern und interessierten Besuchern ihr Programm vorzustellen. Wie immer reduziert eine gute Planung den Stress einer individuellen Kunsttour durch die Hauptstadt. Das KUNST Magazin möchte daher schon im Voraus auf einige Ausstellungen und Highlights hinweisen. Weiterlesen

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Der ‘Traummann’

Das Cover lässt es erst einmal nicht vermuten, dass dieser Bildband sich ernsthaft mit jenen tief greifenden Veränderungen auseinandersetzt, denen das Ideal vom Mann in den zurückliegenden Jahren unterworfen war. 50 zeitgenössische Fotografen präsentieren eine Auswahl an Bildern, die sich dem Thema „Mann“ bzw. „Männlichkeit“ widmen.

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Juergen Teller – Get A Life

Der Fotograf Juergen Teller veröffentlicht mit „Get A Life“ einen Katalog zur Frühlings-/Sommer-Kollektion 2010 der britischen Modedesignerin Vivienne Westwood. Ein „normaler“ Modefotografie-Katalog? Weit gefehlt! Teller spielt mit den Grenzen zwischen Werbung und Kunst, zwischen Geschmack und Kitsch.

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Look at me – Celebrity Culture at The Venice Art Biennale

Pünktlich zur diesjährigen Biennale in Venedig erscheint im Mai der Sammelband „Look at me“, der die Mechanismen des Ruhms auf diesem traditionsreichen Schauplatz des internationalen Kunstbetriebs untersucht. Die Autoren erörtern die öffentliche Inszenierung von Privatheit, das Spiel mit Aufmerksamkeit in einem musealisierten Stadtraum sowie die zunehmenden Forcierung des Eventcharakters von Kunst. Der Starkult gilt sowohl den Künstlern als auch den Kuratoren. Die Erkenntnisse aus der Feldforschung stammen aus dem letzten Biennalejahr 2009.

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Doppelganger – Images of the Human Being

In der digitalen Welt gibt es viele Möglichkeiten, die eigene Identität neu zu definieren. Anhand von sieben Kapiteln werden in „Doppelganger“ u. a. Strategien der Deformation, Konstruktion und Dekonstruktion des menschlichen Körpers in der Realität dekliniert.

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Jim Avignon – me and the establishment

Das in limitierter Auflage erscheinende Posterbuch vereint die wichtigsten Plakate des unbequemen Künstlers und Musikers Jim Avignon aus den letzten 20 Jahren. Die gedruckten Kunstwerke illustrieren Avignons karikaturistische Bildsprache sowie seine Kreativität.

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