
Cover: Josh Greene mit Yangzi: Red/Greene, 2011, Teil einer Mixed- Media-Installation, Maße variabel. Courtesy: Josh Greene. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang unseren Leitartikel ab Seite 6. Erschienen in KUNST Magazin KMB1205
Für eine Ausstellung bat der amerikanische Konzeptkünstler Josh Greene die chinesische Künstlerin Yangzi, eine Auswahl seiner Werke aus den vergangenen 10 Jahren in Peking zu reproduzieren – ein süffisanter und vielschichtiger Kommentar zur globalen Warenproduktion, die bei westlichen Konsumenten noch immer Unbehagen auslöst.
Ein sicherlich noch größeres Unbehagen verursachen die Machtstrukturen, die der globale Kunstmarkt vorgibt. In Deutschland gibt es zwar viele Sammler, ein gut ausgebautes System von Kunstvereinen, Kunsthallen und Museen, doch am internationalen Markt für zeitgenössische Kunst spielt Deutschland letztlich eine untergeordnete Rolle – im zeitgenössischen Bereich liegt der Marktanteil bei ca. 1%. „Die Globalisierung hat zu einer Pluralität von Kunstwelten geführt, die sich geografisch und inhaltlich differenzieren“, schreibt Andrea Buddensieg im Leitartikel. Weiterlesen →