
Heinrich Hoerle Fastnacht / Masken 1929 Öl auf Leinwand 68,5 x 95,5 cm Museum Ludwig, Köln
Die Sammlung Haubrich glücklich vereint: Zum ersten Mal seit vielen Jahren werden die Werke aus der Sammlung des Kölner Kunst-Mäzens Josef Haubrich in ihrer Gesamtheit ausgestellt. Das Museum Ludwig zeigt ab dem 4. August die “Meisterwerke der Moderne“.
Dass die unzähligen Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Plastiken nicht dem rigorosen Kunstverständnis der Nationalsozialisten zum Opfer fielen, grenzt an ein Wunder. Denn fast alle Werke, die Josef Haubrich in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg ankaufte, sind dem Expressionismus oder der Neuen Sachlichkeit zugehörig – Stilrichtungen, die dem Regime ein Dorn im Auge waren.

Chargesheimer Porträt Josef Haubrich 1956 Fotografie Museum Ludwig, Köln
Haubrich versteckte seine Sammlung an verschiedenen Orten in Deutschland und England, kaufte sogar weitere Gemälde an, die in den Museen aufgrund ihrer Deklaration als “entartet” aussortiert wurden und schuf so einen bedeutenden Querschnitt durch die Moderne.
Über 140 Arbeiten werden ab August im Museum Ludwig zu sehen sein, darunter auch drei Werke, die erst im Zuge der Ausstellungsvorbereitungen auf Gemälde-Rückseiten entdeckt wurden: Ernst-Ludwig Kirchners Fränzi in Wiesen und Alexej von Jawlenskys Variation wurden noch nie öffentlich ausgestellt. Unter den weiteren Künstlern finden sich unter anderem Bilder und Skulpturen von Hans Arp, Max Beckmann, Marc Chagall, Otto Dix, Max Ernst, George Grosz, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, August Macke, Paula Modersohn-Becker und Emil Nolde.
Die Ausstellung “Meisterwerke der Moderne. Die Sammlung Haubrich im Museum Ludwig” ist vom 4. August bis auf Weiteres zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie jeden ersten Donnerstag im Monat von 10 bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro.







