Richard Hamilton mit 89 Jahren verstorben

Richard Hamilton, Just What Is It That Makes Today's Homes So Different, So Appealing?, 1956

Manche nannten ihn den “Vater der Pop Art”, einzelne seiner Collagen sind längst zu Ikonen geworden. Nun ist Richard Hamilton im Alter von 89 Jahren verstorben, wie die Gagosian Gallery in London am Dienstagnachmittag mitteilte.

Seine Arbeiten zeichneten sich durch offensive Darstellung politischer Themen und beißender Kritik an der Konsumgesellschaft – die von anderen Künstlern der Pop Art hingegen zelebriert wurde – aus. So legte Hamilton den Musiker Mick Jagger in Handschellen oder verkleidete den früheren Premierminister Großbritanniens, Tony Blair, als Cowboy.

In seiner Collage “Just What Is It That Makes Today’s Homes So Different, So Appealing?” legte Hamilton einem Bodybuilder einen überdimensionalen Lolli mit dem Schriftzeichen “Pop” in die Hände – und legte damit den Grundstein für die gleichnamige Bewegung.

Nach Angaben der Galerie arbeitete der Künstler gerade an einer umfassenden Retrospektive, die 2013-14 in Los Angeles, Philadelphia, London und Madrid gezeigt werden soll.

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