
Sibylle Bergemann: Marx-Engels-Denkmal (für Berlin-Mitte) vor der Werkstatt des Bildhauers Ludwig Engelhardt Gummlin, Usedom, Mecklenburg-Vorpommern, Mai 1984, DDR. Copyright: Sibylle Bergemann, Courtesy: OSTKREUZ/Agentur der Fotografen
Sibylle Bergemann (geb. 1941) gehörte zu den bedeutendsten deutschen Fotografinnen im Bereich Mode- und Porträtfotografie. Ihre Modeaufnahmen für die Zeitschrift „Sibylle“ machten Bergemann weit über die Grenzen der DDR hinaus bekannt. Neben diesen stilbildenden Aufnahmen waren es vor allem ihre zeitlos-poetischen Porträts und ungeschönten Aufnahmen des Ostberliner Alltags, die Bergemanns Ruf begründeten. Der sozialdokumentarische Ansatz ihrer Bilder verband sie mit ihrem späteren Ehemann Arno Fischer, bei dem sie 1966 ihre Ausbildung als Fotografin begonnen hatte. Zusammen mit Fischer und anderen Kollegen gründete sie 1969 die Fotogruppe „Direkt“.
Nach dem Mauerfall gehörte Sibylle Bergemann zu den Mitbegründern der Fotoagentur OSTKREUZ . Sibylle Bergemann fiel es zunächst schwer, in der westlichen Welt Fuß zu fassen, doch mit Aufträgen für Stern, GEO oder Spiegel kam der Durchbruch.
Seit 1994 war sie Mitglied der Berliner Akademie der Künste, die das Schaffen der Fotografin 2006 mit einer Einzelausstellung würdigte.
Die für den 10. November geplante Premiere eines Dokumentarfilms über Sibylle Bergemanns Leben im Berliner Kino Babylon muss ohne die Anwesenheit der Fotografin stattfinden.
In der Nacht zu Dienstag, den 2. November 2010 starb Sibylle Bergemann im Alter von 69 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens.







