
El Seed bei einer Live-Performance im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum, 2006 Foto: Martha Papok
Wunderschön wirken sie auf vorbeigehende Passanten, obwohl die fremden Zeichen auf Häuserwänden, U-Bahnwaggons und mittlerweile auch auf Handtaschen für viele nicht lesbar sind. Die sogenannten „Calligraffiti“ gehen auf eine Street-Art-Bewegung zurück, die mit arabischer Kalligrafie arbeitet, und fungieren nicht nur als schönes Ornament. Jedes Zeichen trägt eine humanistische, sogar politische Botschaft. Immer häufiger ist die Kunst der Calligraffiti auch in europäischen Städten zu finden, die Inhalt, Form und Zeichen zusammenführt. Worte, die geschrieben lauter sind als ausgesprochen. Weiterlesen


Die Einführung des Ornaments als grafisches Element im 20. Jahrhundert enthüllt dessen Funktion als Vermittler u. a. zwischen Architektur und reinem Dekor. 
Mit der Arbeit „Hundreds and thousands III“ ging Mariella Mosler mit ungewöhnlichen Materialien an die Thematik des Ornaments heran. 

Die Reduzierung der Ornamente auf ihre dekorative Eigenschaft verschleiert ihre unterschwellige Funktion als Bildordnung. In Hinblick auf seine mannigfachen historischen und kulturellen Artikulierungsformen unterstützt das Ornamentale das bildliche Gefüge im Kunstwerk. 

Das Buch behandelt die Entwicklung der Ornamenthaftigkeit der arabischen Schrift, die mit dem Bilderverbot im Islam einherging und eine anspruchsvolle arabische Kalligrafie hervorbrachte. 






