Virtueller Wochenrückblick

Foto: Julia Schmitz

Als bekannt wurde, dass bei diversen kulturellen Einrichtungen des Berliner Bezirks Pankow schon bald aufgrund harter Sparmaßnahmen die Lichter ausgehen könnten, war der Protest groß. Berlin – arm aber sexy? Von wegen.

Nun ist der Radikalschlag im Berliner Osten erstmal abgewendet, melden die Prenzlauer Berg Nachrichten: die Pankower Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat am Mittwochabend den neuen Bezirkshaushalt verabschiedet und die Kürzungen im Kulturbereich vorerst verhindert. Vorerst, wie der Artikel betont. Denn das letzte Wort über die Bezirkshaushalts hat das Abgeordnetenhaus – und das tagt erst im Juni.

Doch nicht nur die Galerien und Theater in Pankow zeigen Unmut darüber, dass sie den Gürtel ständig enger schnallen sollen, in der freien Szene ganz Berlins ist der Ärger groß: Erstmalig, lasen wir auf art in berlin, habe sich eine spartenübergreifende Koalition der Akteure aus der freien Szene gebildet, die gegen die unzureichende Förderung durch den Berliner Kulturhaushalt in einem offenen Brief mit 10 Forderungen protestiert. Gefordert werde unter anderem eine Honoraruntergrenze für öffentlich geförderte freie Künstler, eine Schaffung und Förderung von Häusern mit eigenem Produktionsetat sowie eine Erhöhung der Ausgaben für Kultur innerhalb des Berliner Gesamthaushalts

Da Vinci Code Reloaded

Dass der Kunsthistoriker Seracini maßgeblich bei der Erforschung eines Gemäldes beteiligt ist, welches womöglich von Leonardo da Vinci geschaffen wurde und bisher unentdeckt blieb, dürfte Verschwörungstheoretiker und Kunsthistoriker gleichermaßen freuen: Seracini wurde bereits in Dan Browns Kassenschlager “The Da Vinci Code” erwähnt. Seit Jahren habe dieser dafür gekämpft, die Existenz des Freskos, welches sich hinter einer Wand befindet, beweisen zu dürfen, so die Süddeutsche Zeitung. Dass Projekt sei aber nicht unumstritten – denn auf der Wand befindet sich wiederum ein Gemälde von Giorgio Vasari aus dem 16. Jahrhundert, welches für die Forschungen beschädigt werden müsse.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Das Deutsche Historische Museum in Berlin muss eine über 4.000 Plakate umfassende Sammlung an die Nachfahren des jüdischen Arztes Hans Sachs zurückgeben. Dessen Sohn Peter Sachs hatte bereits 2005 die Herausgabe der wertvollen Sammlung verlangt, heißt es unter anderem bei ZEIT Online. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten waren die mehr als 12.000 Plakate beschlagnahmt worden, ein Teil von ihnen war in der DDR wieder aufgetaucht.

Dieser Beitrag wurde unter Wochenrückblick veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>