
Im überdachten Protest-Camp der Occupy-Bewegung bei der Berlin Biennale / Foto: Julia Schmitz
Während eines äußerst sommerlichen und dank Maifeiertag vor allem langen Wochenende verbrachten wir die Zeit in den 51. Galerien der Stadt, die im Rahmen des Gallery Weekends zum Kunstbummel einluden.
Doch auch mit einem ausgeklügelten Schlachtplan in der Tasche ist es einfach nicht möglich, alles zu sehen, es sei denn man ist gewillt, die Besuche in den Ausstellungsräumen auf ein paar Sekunden zu reduzieren und die Betrachtung der Kunstwerke wie am Fließband abzuarbeiten.
Waren wir nicht, weshalb wir an dieser Stelle auf weitere Berichterstattungen des Kunstwochenendes zurückgreifen möchten. Auf dem Blog von Bersarin fanden wir nicht nur einen ausführlichen Rückblick mit persönlichen Highlights des Autors, sondern ebenfalls eine kleine Bildergalerie mit stimmungsvollen Aufnahmen der verschiedenen Ausstellungen und Veranstaltungen.
Auch Thomas Kuhm vom Tagesspiegel war unterwegs und berichtet von seinen Favoriten, allen voran von der Ausstellung der Zeichnungen Robert Longos, die bei Capitain Petzel zu sehen waren oder den raumgreifenden Installationen von Katharina Grosse in der Galerie Johann König. Bei der Vogue hingegen stellt man erstaunt – sicher nicht ohne ein Augenzwinkern – fest, dass Konzeptkunst á la Beuys mehr denn je in Mode ist und die zeitgenössischen Künstler mit ihren Werken unsere gewohnten Sichtweisen in diesem Jahr besonders stark hinterfragten. Die Autoren des Handelsblatt wiederum geraten regelrechts ins Schwärmen angesichts ihres Besuches bei Esther Schipper, die eine Installation von Dominique Gonzalez-Foerster in ihre Galerieräume geholt hat.
Unangepasst, quirlig und quietschbunt
Seine Figuren sind – ganz wie der Künstler selbst, der 1990 an AIDS verstarb – längst zur Ikone geworden: An diesem Freitag wäre der Pop-Art-Künstler Keith Haring 54 Jahre geworden. Google widmet ihm zu diesem Ehrentag ein eigenes Doodle und die Süddeutsche Zeitung ein ausführliches Portrait. Auch artinfo24 ist mit einem längeren Text anlässlich des krummen Geburtstages vertreten.
Anfang der Woche ging zudem ein Schrei durch die Medien, im wahrsten Sinne des Wortes: Das weltberühmte Gemälde “Der Schrei” von Edvard Munch kam mit knapp 120 Millionen Dollar unter den Hammer, schreibt ZEIT Online. Der Auktionrsrekord von knapp unter 100 Millionen Dollar, der vor zwei Jahren für das Gemälde “Akt mit grünen Blättern und Büste” von Pablo Picasso erzielt wurde, wurde somit überboten. Aus dem Erlös will der bisherige Besitzer Petter Olsen – dessen Vater das Gemälde seinem Nachbar Munch vor mehr als 70 Jahren abekauft hatte – ein Munch-Museum bauen.







