Wagner-Festspiele: Jonathan Meese inszeniert “Parsifal”

Jonathan Meese. Performance "Erzstaat Atlantisis", Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen, 2009 / Foto: Warburg

Eine gelungene Überraschung: Am Mittwoch gaben die beiden Leiterinnen der Wagner-Festspiele in Bayreuth, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier bekannt, dass Künstler Jonathan Meese 2016 die Regie für “Parsifal” übernimmt. Es ist Meeses Regie-Debüt.

Schon 2004 hatte mit Christoph Schlingensief ein Künstler den “Parsifal” übernommen, der für seine kontroversen Inszenierungen bekannt ist. Auch Jonathan Meese, der sich selbst als “Erzkünstler” und “Ameise der Kunst” bezeichnet, dürfte für eine provokante Umsetzung des Klassikers sorgen und die Meinungen spalten.

Meese ist vor allem für seine raumgreifenden Installationen, Skulpturen und Malereien bekannt, in denen er unter anderem Themen der deutschen Mythologie nutzt und auf Begriffe und Motive des Faschismus anspielt – keine ungefährliche Tatsache, rückt man es in Zusammenhang mit der zweifelhaften Geschichte der Festspiele in Zeiten des Nationalsozialismus.

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