zum greifen nah

Klanginstallation von Annebarbe Kau

Mit Frauke Wilken und Annebarbe Kau wird der Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord derzeit von zwei Künstlerinnen bespielt, deren Arbeiten sich um die Möglichkeiten physischer Erfahrung im Raum drehen. “zum greifen nah” ist bis zum 1. September zu sehen.

Die großformatigen textilen Skulpturen von Frauke Wilkens sind für das menschliche Auge sichtbar und entfalten ihre physische Präsenz in den Ausstellungsräumen. Die gänzlich in schwarz gehaltenen Formen weisen teilweise biomorphe Züge auf und wirken als seien sie im Begriff, sich in etwas anderes zu wandeln.

Im Gegensatz dazu sind die Klangskulpturen von Annebarbe Kau, Meisterschülerin von Nam June Paik, nicht im herkömmlichen Sinne greifbar. Durch die Nutzung alltäglicher Geräusche, die wir nur allzu leicht überhören, entfalten sich diese jedoch zu haptisch erfahrbaren Klangräumen. Sie richten den Blick bzw. die Aufmerksamkeit auf den Zwischenbereich zwischen bewusstem Zuhören und unbewusstem Geschehen lassen und intensivieren dadurch das Klangerlebnis.

Die Ausstellung “zum greifen nah” ist bis zum 1. September im Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord in Berlin zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 13 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

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